Zwei Hochhaustürme am Diebsteich als Bahnhof

Schließung Bahnhof HamburgAltona – Der Megadeal zwischen Spekulanten und dem Senat: Zwei Hochhaustürme am Diebsteich als Bahnhof

In der Sitzung des Bezirksplanungsausschusses am 7.9. ließ die Vertreterin der Stadtentwicklungsbehörde die Katze aus dem Sack. Private Investoren sollen das „einprägsame Gesamtensemble mit Strahlkraft“ bauen. Damit die noch zu suchenden Investoren Appetit bekommen, plant die Stadt Größenwahnsinniges: Zwei Türme, so hoch wie das Krankenhaus Altona für Büros, Hotels und Geschäfte sollen die BahnhofsEingangshalle flankieren. Unter dem Vorplatz soll ein Parkhaus für rd. 1.000 Fahrzeuge entstehen. Diese investorenfreundliche Planung geschieht, ohne dass klar ist, wie sich alles weiterentwickelt. Die Bahn selber hat kein Interesse am Betrieb eines Bahnhofes am Diebsteich.

 

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So hoch, wie das Krankenhaus Altona. Aus der Präsentation der BSW

 

Zwei Hochhaustürme mit 30.000 m² Fläche bedeuten für die Bewohner rings um die S-Bahnstation Diebsteich mehr Verkehr, Verschlechterung der Luftqualität und massive Abschattung, besonders für die Kleingärten sowie nachhaltige Zerstörung des jetzigen Quartiers.

Mittwoch, den 21. 9. 2016 (ab 18.00 im Rathaus Altona)

will die Stadt den Bürgern ihre bürgerfeindlichen Pläne vorstellen. Kommt massenhaft, um Stadt und Bahn klar zu machen: So nicht! Stattdessen fordern wir:

Keine Schließung des Fern und Regionalbahnhofs Altona Kein Hochhausbau am Diebsteich Umfassende Einbeziehung der Bürger in die Planunge

–> Hier die vollständige Präsentation der BSW

2 Gedanken zu „Zwei Hochhaustürme am Diebsteich als Bahnhof“

  1. Was heißt „Die Bahn selber hat kein Interesse am Betrieb eines Bahnhofes am Diebsteich.“? Das ist wohl so nicht richtig! Die Bahn will prinzipiell alle Kopfbahnhöfe abschaffen. Das ist europaweiter Trend. Anderswo grub man aber hinter den ehemaligen Prellböcken einen Tunnel, um aus dem Kopfbahnhof einen Durchgangsbahnhof zu machen. Das Auseinanderreißen von S- und Fernbahnhof in Altona und Verlegung des Fernbahnhofs aus dem Zentrum und Geschehens in die Pampa ist jedoch keine Lösung. Die ganze Infrastruktur müsste dort erst etabliert werden (ZOB, neue Buslinien bzw. Verlegung bestehender, Taxistand, Zufahrtsstraßen usw. Vor allem die Reisenden dürften kein Interesse an einem Bahnhof in der Walachei haben. Das ist ja gerade der Vorteil von Bahnhöfen gegenüber Flughäfen, dass sie sich im Zentrum befinden und nicht irgendwo außerhalb. Der Name „Diebsteich“ müsste natürlich verschwinden (irritiert Auswärtige). Der S-Bahnhof wird dann wohl auch „Altona“ heißen, und der bisherige S-Bahnhof Altona wird in „Altona Mitte“ umbenannt.

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