Hamburger Bürger wollen mitreden. Rege Beteiligung an der offenen Bürgeranhörung

Auf Einladung der Bürgerinitiative Prellbock Altona haben knapp 250 Hamburger Bürgerinnen und Bürger an der offenen Bürgeranhörung teilgenommen. Bahnexperten und Politiker haben die momentanen Pläne der Bahn und des Hamburger Senats anhand von Plänen erklärt. Es wurde deutlich hervorgehoben, dass sowohl die Bahn AG als auch der Hamburger Senat bisher kein Interesse gezeigt haben, die Bürger Hamburgs über die Pläne zur Schließung des Fern- und Regionalbahnhofs Altona zu informieren. Ebenso wurden bisher die Bürger über die Kosten der Schließung des jetzigen Fern- und Regionalbahnhofs und Errichtung eines neuen Bahnhofs am Standort Diebsteich, sowie über Kosten der Beseitigung und Kontaminierung von Altlasten nicht informiert.

Wer trägt all die Kosten? Muss der Steuerzahler für diese unsinnigen Pläne (Elbphilharmonie lässt grüßen) wieder einmal tief in die Tasche greifen? Weshalb werden die Bürger nicht informiert? Was versteht der Hamburger Senat unter Bürgerbeteiligung? Verheimlicht die Bahn etwas?

Im Anschluss an die Einführungen gab es eine rege Diskussion. Viele Bürger haben ihre persönliche Betroffenheit ausgedrückt und ihrem Unmut über die Vorgehensweise der Bahn und des Senats Nachdruck verliehen. Es wurden viele Vorschläge gemacht.

Die Anwohner von Langenfelde haben ebenfalls eine Bürgerinitiative „Langenfelder Signal“ gegründet und leisten Widerstand gegen den mit dem Bau verbundenen LKW-Verkehr und die Zerstörung der Umwelt.

Die Teilnehmer waren sich aber einig, dass sie weiterhin Widerstand leisten werden.

Am Ende der Anhörung wurde eine Resolution, in der die Forderungen aufgelistet waren, einstimmig beschlossen.

Hier einige Eindrücke von der Anhörung am 11.07.2016:

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2 Kommentare

  1. Hallo,

    lieben Gruß aus Stuttgart! Wir kämpfen nach wie vor noch gegen das betrügerische Milliardengrab Stuttgart21, welches in der Stadt eine ganz tiefe Wunde geschlagen hat.

    Ich möchte auf zwei Dinge hinweisen, um zu zeigen, wie Bahn und auch unsere sogenannten „Stadtväter“ sich verhalten, wenn es um „Lobby-Immobilienprojekte“ geht. Die gegen die Bürger gerichteten Tendenzen bei Ihnen in Hamburg Altona kann ich nur bestätigen! Wir haben bei uns in Stuttgart Netzwerk21 ( http://netzwerke-21.de/ ) Da können Sie erleben, wie die Stadt und die Bahn massiv versuchen, permanent die Bürger auszutricksen, sei es bei Lärmschutz, Besitzeinweisungen, Beweissicherungsgrenzen, Entschädigungen, Feinstaub……Unfasslich!

    Die ganzen Anhörungen sind nichts weiter als eine „Strategische Einbindung“-keine ernsthafte Auseinandersetzung mit den Bürgern. Dazu ist auch ein Buch erschienen, welches deutlich macht, wie die Masche funktioniert und wie Bürger reagieren sollte: http://www.edition-av.de/buecher/strategische_einbindung.html

    Auch die Ingenieure22 können bestimmt den einen oder anderen guten Tipp geben: http://www.ingenieure22.de/

    Empfehlenswert ist für Sie als Bürgerbewegung – die ich toll finde (!) – dass Sie sich mit Bahnexperten zusammensetzen und eine Alternative konkret vorstellen und eine gute Broschüre daraus machen. Sie haben den Vorteil, dass noch nichts passiert ist.
    Bringen Sie in der Broschüre unbedingt alternative Orte für den Wohnungsbau ein und überzeugen Sie die Bürger und Politiker vor Ort.
    Das z.B. ist unsere Broschüre: http://www.umstieg-21.de/assets/files/Broschuere-Umstieg21-web.pdf
    Machen Sie doch auch „Montags“demos – das Problem muss allgegenwärtig sein und vielleicht pfiffige Aktionen. Sie haben einen Vorteil – sie haben nicht neben dem Politikerfilz noch eine unglaublich starke Autolobby wie Daimler im Rücken, wie wir in Stuttgart.

    Ich wünsche Ihnen sehr viel Glück, dass Ihr Bahnhof erhalten bleibt-alles andere macht keinen Sinn! …Was geht die Bahn eigentlich der Städtebau an – NIX!

  2. mich hat gewundert, dass von den Altonaer Bezirksversammlungsmitgliedern aus SPD/GRUENE/CDU und aus der Altonaer Verwaltung niemand es für nötig hielt, sich einen Eindruck zu verschaffen und sich womöglich dabei auch noch zu informieren.
    Wolfgang Z

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