Isebekstraße – fast am Diebsteich – eine Broschüre aus nicht alten Zeiten und eine Empörung

Isbekstraße – fast am Diebsteich – eine Broschüre aus nicht alten Zeiten
und eine Empörung…. jetzt…..

So wurde damals geworben:
Urban.Zentral.Modern.
Wohnen in der Isebekstrasse. NEUTONA
siehe hier……
Wohnen in der Isebekstraße, so wurde dafür geworben….

Karte von Isebekstraße, 22769 Hamburg

und jetzt Juli 2018 dieser Bericht…….

Hallo,
Infos aus der Isebekstraße:
Vergangenen Dienstag habe ich zufällig gesehen, dass direkt vor dem Thyssen-Krupp Pförtnerhäuschen
eine Art Infomobil von der DB aufgebaut war. Eingerahmt von blauen ProHa GmbH
& Co. KG Fähnchen standen drei harmlose und unschuldig jung aussehende Personen dem
„Feierabendverkehr“ und Anwohnern Rede und Antwort zu Fragen nach verkehrlichen Auswirkungen
und Beeinträchtigungen während der Bauzeit.

http://bahnprojekt-hamburg-altona.de/news/
https://www.northdata.de/ProHa+Altona+GmbH+%26+Co.+KG,+Hamburg/HRA+121859

Dies war ja auch meine Einschätzung vom allerersten Findungs- u. Sondierungstreffen der
Diebsteich-Ini letzten Oktober, dem ich ca. eine halbe Stunde beiwohnte, dass deren Hauptanliegen
sich darin erstreckt, die Zeit der Bauphase gut überstehen zu können und vielleicht
oder wahrscheinlich auch um die Erhaltung des Buena Vista …. Es ging denen jedenfalls
nicht darum, sich gegen die Verlegung zu stellen. Bei diesem ersten Treffen hatte ich ja auch
direkt nachgefragt, warum sie sich nicht Prellbock anschließen,worauf mir gesagt wurde, dass
sie nicht eine x-te Ini gegen die Verlegung sein wollen …. ???? Was soll man dazu noch sagen?
Ich denke, es ist Zeit- u. Ressourcenverschwendung sich mit denen abzugeben.
Außerdem denke ich, dass auch das Gerede von der „Hundehütte“ hier am Diebsteich dazu
geführt hat, dass nun am Anfang meiner Straße zwei Monster-Hochhäuser gebaut werden.
Man sollte Todesanzeigen an all diejenigen senden, die dazu beitragen, diese Ecke nun durchzugentrifizieren.
Angefangen mit Herrn J. Walter, gefolgt von DB, Handwerkskammer, ProHa
Altona GmbH und schließlich das dänische  Architekturbüro. Wer zu Grabe getragen wird?
der gesunde Menschenverstand! Zu Grabe getragen von Eitelkeit, Betrugssinn, Lobbyismus
und Gier! Zu Lasten sämtlicher Verkehrsteilnehmer! Damit einige wenige ihre Geschäfte machen
können. Will man nicht glauben!
Im Juni wurde ich auch extrem von der Post überrascht als ich eines morgens beim vorbeiradeln
feststellte, dass – kurz nachdem man aus dem Isebekstieg nach rechts in die Memellandallee
einbiegt – plötzlich ein Stück der Mauer heraus geschnitten war. Da hat die Post doch
tatsächlich ihre dahinter anscheinend leer stehende Halle als Festivalzentrum den Hamburger
Kurzfilmtage zur Verfügung gestellt! Das Loch ist seit dem Ende dieser Veranstaltung nur
notdürftig mit zwei Gittern verschlossen worden.
Spätestens seit der Veranstaltung in der Fabrik, bei der unser Pastor äh Oberbaudirektor
Höing plötzlich in Nebensätzen von einer vorstellbaren Verlängerung der Isebekstraße schwafelte
und die lady der Behörde Worte wie „Guerilla-Sporting“ in den Mund nahm, ist doch
nochmals deutlich geworden, dass die komplett schwachsinnige Verlegung des Fernbahnhofs
Altona der Stadt als Steigbügelhalter für ihre blind betriebenen Stadtentwicklung dient, die
unter dem Totschlagargument „Wohnungsbau“ alles durchkriegt und die sich in diesem Fall
als eine komplette Neustrukturierung des Gebietes in Form von Verdichtung = Bebauung und
teilweise als Umorganisation der Mischung aus Gewerbe, Wohnbebauung, Sport darstellt.
Das einzige, was mich hoffen lässt, ist, dass die hier noch auf richtige geologisch bedingte
Problemstellungen treffen werden, mit denen sie rein gar nicht gerechnet haben. Aber ich
schätze, auch dies wird ein frommer Wunsch bleiben, wenn man sich die vollständige Realitätsverleugnung
der DB hinsichtlich ihrer anderen Großprojekte vor Augen hält.
Also, ihr seht, eigentlich bin ich absolut hoffnungslos: immer wieder treffe ich im Isebekstieg
auf Kleinstgrüppchen aus Herren in Hemd und Anzug, die nichts aber auch überhaupt gar nix
gutes verheißen.
Grüße aus der Isebekstraße!
Monika
( mit Genehmigung der Verfasserin veröffentlicht )

1 Kommentar

  1. Der Text von Monika kommt mir wie die Meinung einer einzelnen Person vor, die mit der Verlegung des Bahnhofes nicht zurechtkommt und die Personen anderer Meinung als unmündig vom Hof jagen möchte. Mir kommt es weiter so vor als wenn es bei Prellbock nur schwarz oder weiss gibt (entweder du bist für oder gegen uns). Ist das nicht ein bißchen von oben herab ? Es gibt tatsächlich auch in der Ecke Isebekstraße (Wohngebiet nah und fern) Menschen die für die Verlegung des Bahnhofes sind und sich sogar darüber bewußt sind, das es dadurch auch zu Veränderungen in dem Wohngebiet kommt.
    Ach übrigens die Schlipsträger waren mit Sicherheit von der Baufirma, welche in zweiter Reihe zwischen der vorhandenen Bebauung und den Fußballfeldern eine Wohnbebauung geplant haben und im nächsten Jahr bauen werden.

    Was habt ihr gegen Veränderungen ?

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*