Eindrücke aus der Veranstaltung der BSW am 7.5 zur Stadtplanung um den Diebsteich

Gestern auf der Veranstaltung der STEG/BSW mit dem hochtrabenden Titel:

„Öffentliche Auftaktveranstaltung zu den vorbereitenden Untersuchungen für das Umfeld des künftigen Fern- und Regionalbahnhofs Hamburg Altona am Diebsteich

konnten wir eine gute Öffentlichkeit herstellen. Es war wieder typisch für das Konzept der  „Bürgerbeteiligung“ der Senatsverwaltung, dass die rd. 300 Besucher erst über eine Stunde sich 3 Präsentationen mit formaljuristischen Verfahrensschritten der Stadtplanung nach Baugesetzbuch zugetextet wurden, bevor es eine auf eine halbe Stunde begrenzte Diskussion gab. Dabei waren die Veranstalter nicht bereit, über das Bahnhofsprojekt als solchem zu sprechen, sondern nur – da sie die Bahnhofsverlegung als gesetzt ansehen – wie denn nun das Bahnhofsumfeld gestaltet werden soll. Erstaunlich ist, dass die Stadt schon in erheblichem Maße Grundstücke am Diebsteich gekauft hat (lila Flächen auf Karte in der Anlage). Wie üblich über den Landesbetrieb für Immobilienwirtschaft und Grundstücke, d.h. am Haushalt und an der Bürgerschaft vorbei.

Die Veranstalter waren überrascht, dass sich keine Hand für die Bahnhofsverlegung rührte, sondern die Beiträge von Kritikern des Bahnofsprojektes massiven Beifall erhielten. Der neue Oberbaudirektor Hoing gab sich zwar konziliant, ändert aber nichts daran, dass sich die Stadt auf der Veranstaltung als Opfer der Bahnplanungen präsentierte, und sie jetzt Schadensbegrenzung betreiben müsse, obwohl es  doch die Politik war, die der Bahn die Grundstücke abgekauft hat, und damit das Projekt ins Rollen brachte.

 (*) BSW = Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen

 

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