Prellbock traf Nahverkehr Schleswig-Holstein am 02.03.2018

Prellbock traf Nahverkehr Schleswig-Holstein am 02.03.2018

Wir versuchen mit vielen  Menschen und Institutionen zu sprechen, die negativ von einer Schließung des jetzigen Regio-und Fernbahnhof Altona betroffen sind.
So auch am 02.03.2018 mit einem Vertreter der Nah-SH.
siehe http://www.nah.sh/
Wir hatten ein Treffen mit dem Fahrplan-Verantwortlichen, Herrn Kiphard.
Nah-SH ist der schleswig-holsteinische Aufgabenträger und Besteller von Leistungen für den Nahverkehr für ganz Schleswig-Holstein.

Also z.B. Altona-Westerland-Altona oder alle Regioverbindungen der Nordbahn nach Dithmarschen.
Aber auch Hamburg-Kiel-Hamburg.

Wir von Prellbock zeigten dem Vertreter von Nah-SH die Örtlichkeiten in Altona und am Diebsteich, die ihm in den Details so nicht bekannt waren. In den Gesprächen bestätigten sich die Bedenken (Nachteile für Fahrgäste und Pendler, Kapazitätsengpässe, unbrauchbare Lage von Diebsteich usw.), die Prellbock gegen die Bahnhofsverlegung vorgebracht hatte, auf ganzer Linie. Nah-SH sieht viele Punkte ähnlich wie Prellbock, glaubt aber wegen der politischen Abhängigkeit Schleswig-Holsteins von Hamburg die grundlegende Entscheidung nicht mehr beeinflussen zu können, hofft aber den Bahnhof am Diebsteich noch optimieren zu können (was Prellbock naturgemäß anders sieht)
Hier das aufschlussreiche Schreiben von Nah-SH.

Hallo Herr Jung,
ich wollte mich noch einmal ganz herzlich für die nette Führung mit Ihnen durch Altona und seinen Hinterhof Diebsteich bedanken. Die Lektüre habe ich auf meiner Rückfahrt angefangen zu studieren, aber noch bin ich nicht mit allem durch.
Ich habe einige Zusammenhänge gesehen, die auch mir noch nicht so bekannt waren. Ich hoffe aber auch, dass ich Ihnen verdeutlichen konnte, dass für die Bestellung des Nahverkehrs jedes Bundesland auf seinem Territorium zuständig ist. Das heißt, dass die Stadt Hamburg alle Züge des Regionalverkehrs ab Landesgrenze finanzieren und mitverantworten muss.
Daher sind wir in der Frage Bedienung von Altona oder Diebsteich auch von den Entscheidungen Hamburgs abhängig. Derzeit hat Hamburg sich ganz klar dafür entschieden Altona für den Nah- und Fernverkehr komplett zu ersetzen, so dass auch wir mit dieser Entscheidung Hamburgs umgehen müssen.
Ich hoffe jedoch, dass Sie auch jenseits der grundsätzlichen Frage ob Altona weiter betrieben werden kann oder nicht, zusammen mit uns für eine Optimierung eines Bahnhofsneubaus in Diebsteich einsetzen. Denn auch wenn Altona nicht mehr “gerettet werden“ können sollte, so bleibt doch noch viel zu tun, damit Diebsteich in Zukunft möglichst gut seine Funktion als Regional- und Fernverkehrsbahnhof im Hamburger Westen erfüllen kann. Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Erfolg für den Einsatz für den Nahverkehr im Hamburger Westen.
Mit freundlichen Grüßen
Jochen Kiphard

NAH.SH GmbH
Raiffeisenstraße 1, 24103 Kiel
NAH.SH Nahverkehrsverbund Schleswig-Holstein GmbH
Vorsitzender des Aufsichtsrates: Staatssekretär Dr. Thilo Rohlfs
Geschäftsführer: Bernhard Wewers
Prokuristin: Petra Coordes
Handelsregister HRB 4226, Amtsgericht Kiel, Sitz der Gesellschaft Kiel

1 Kommentar

  1. Sehr geehrter Herr Kiphard,
    sehr gut, miteinander zu sprechen, auch innerhalb der Metropolregion Hamburg, über die eigentliche Ländergrenze hinweg.
    Ihren offiziellen Standpunkt kann ich nachvollziehen, eine Frage dazu liegt mir noch auf der Zunge:
    Eben, weil Sie für dier Bürger Schleswig-Holsteins optimales im Verkehrsgeschehen einrichten müssen, wäre doch eine Umfrage bei den Pendlern aus SH evt. interessant, ob die später gerne über Diebsteich umsteigen würden wollen, oder ob es praktischer ist, vom jetzigen Bahnhof Altona aus die weiteren Wege in Hamburg aufzunehmen?
    MfG

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