Unsere Betroffenheit und unser Beileid zum Zugunglück in Südspanien heute am 28.10.2026

Unsere Betroffenheit und unser Beileid zum Zugunglück in Südspanien heute am 28.10.2026

Das Unglück ereignete sich gegen 8.54 Uhr auf der Strecke zwischen Madrid und Sevilla. Beteiligt waren ein AVE der staatlichen Bahngesellschaft Renfe und ein Zug des privaten Anbieters Iryo. Nach ersten Erkenntnissen fuhr der Renfe-Zug auf den Iryo-Zug auf. Zwei Waggons entgleisten und stürzten eine Böschung hinunter.
Passagiere berichteten von einem heftigen Aufprall. An der Unfallstelle kämpfen die Rettungskräfte darum, Verletzte aus den beschädigten Waggons zu bergen. In der Nähe wurde eine Sporthalle für die Betreuung der Überlebenden vorbereitet.
Der Bahnverkehr zwischen Madrid und Andalusien ist in beiden Richtungen unterbrochen. Reisende müssen mit Zugausfällen und Verspätungen rechnen.
Wie es zu dem Zusammenstoß kam, ist noch unklar. Die Ermittler müssen unter anderem klären, weshalb die beiden Züge kollidierten und ob ein technischer Defekt oder menschliches Versagen eine Rolle spielte. Die Rettungsarbeiten dauern an.
Es gibt aber erste Hinweise, dass das ETCS System Probleme bereitete und deshalb abgeschaltet wurde.
Wir trauern um bisher 65 Toten und viele Schwerverletzte.
Es macht uns sehr betroffen und unsere Gedanken sind bei den vielen Angehörogen.
28.10.2026 um 17.24

Weitere Infos:

https://elpais.com/espana/2026-10-28/varios-vagones-descarrilados-las-imagenes-aereas-del-accidente-de-trenes-en-toledo.html?autoplay=1

Am Mittwoch, wenige Minuten vor 9 Uhr morgens, ist ein AVE-Zug der Renfe auf einen Iryo-Zug geprallt, der auf Höhe von Kilometer 118 der Strecke Madrid–Andalusien auf den Gleisen stand. Mehrere Waggons sind entgleist: Mindestens drei des Iryo-Zugs und einer des AVE-Zugs sind in eine Böschung gestürzt. Bei dem Zusammenstoß sind mindestens 30 Menschen ums Leben gekommen, Dutzende wurden verletzt.
Um 9.00 Uhr wurde der Zug im öffentlichen Zugverfolgungssystem auf der Website von Renfe als stehend angezeigt. Er befand sich 130 Kilometer von Madrid entfernt, von wo aus der Zug gegen 8 Uhr morgens abgefahren war, und etwa acht Kilometer von Urda entfernt, einem Ort, an dem derzeit Bereiche eingerichtet werden, damit die Rettungskräfte die Verletzten versorgen können.
In den beiden Zügen befanden sich 544 Personen, wie die Sprecherin der Regionalregierung von Kastilien-La Mancha, Esther Padilla, mitteilte. Der Iryo-Zug vom Typ 6076 beförderte 147 Fahrgäste (darunter ein Baby) und der AVE-Zug vom Typ 2080 397 Fahrgäste.

Die Bilder vom Unfallort, wie das folgende von Ismael Herrero (EFE), zeigen mindestens drei Waggons, die von den Gleisen abgekommen sind.Ersten Informationen zufolge handelt es sich um ein Signalverstoß: Der AVE soll ein Signal überfahren haben, das ihm das Anhalten befahl, beispielsweise ein rotes Signal. Denselben, noch unbestätigten Informationen zufolge soll die Leitstelle dem Zug die Weiterfahrt genehmigt haben.

Unbefugte Signalüberfahrten werden zwingend erfasst und gelten nach den europäischen Vorschriften als „Unfallvorläufer“, d. h. als Vorfälle, die zu einem Unfall hätten führen können.

In Spanien machten Unfälle (auch ohne Zusammenstoß), die durch eine Signalüberfahrt verursacht wurden, im Jahr 2024 23 % aller Unfallvorläufer aus. 15 Jahre lang blieben die Zahlen stabil, steigen jedoch seit 2022 stetig an und erreichten 2024 mit 168 Fällen den Höchststand der gesamten Zeitreihe. Der Anstieg fällt mit der Zunahme des Schienenverkehrs in Spanien zusammen, die auf den Markteintritt privater Unternehmen (wie Ouigo oder Iryo) folgte.

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