Unsere Geschichte

Die Bürgerinitiative Prellbock Altona e.V. gibt es nun seit bald vier Jahren. Daher ist die berechtigte Frage vieler Bürger: Was habt ihr bisher erreicht, werdet ihr gehört und wie geht es weiter?

Hierzu ein kurzer Abriss der vergangenen vier Jahre:

März 2015: Erste öffentliche Veranstaltung und Gründung der Bürgerinitiative.

April 2016: Auslegung der Planfeststellungsunterlagen und Einreichung der Widersprüche. Die Umrisse des Altona 21 Projektes werden klarer. Erste große öffentliche Protestveranstaltung im Altonaer Rathaus mit über 300 Teilnehmern.

Sommer 2016, 2017 und 2018: jeweils Prellbock Protestaktionen auf der Altonale.

Oktober 2016: 5-tägige öffentliche Anhörung. Mitglieder der BI präsentieren ihre kritischen Kommentare. DB will ihre Unterlagen zur Modernisierung des Bahnhofs an Ort und Stelle nicht herausrücken.

März und Juni 2017: Erste Gespräche mit der DB AG, in denen wir unsere Kritik vortragen und Altnativen präsentieren, bleiben folgenlos. Politik verweigert nach wie vor Dialog.

Oktober 2017: Stadt wählt Procom und Haspa PeB als Investoren für zwei 20-stöckigen Hochhäuser als „großstädtisches Bahnhofsensemble“ am Diebsteich aus! Prellbock verlangt Veröffentlichung der geschwärzten Kauf- und Investitionsverträge. Dritte reichen Klage ein, dass Verträge zwischen Stadt, Bahn und Proha-Altona lesbar veröffentlicht werden müssen. Klageverfahren läuft noch.

November 2017: Spiegel Online meldet, dass sich für 230.00 Bürger durch die Bahnhofsverlagerungen die Verkehrsanbindungen verschlechtern werden. 77% von über 20.000 Leserzuschriften sprechen sich gegen die Bahnhofsverlagerung aus.

29.12.2017
Eisenbahnbundesamt veröffentlicht Planfeststellungsbeschluss

Januar 2018: Prellbock beschließt zusammen mit dem VCD-Landesverband-Nord gegen den Planfeststellungsbeschluss zu klagen und beantragt in einem Eilantrag Baustopp. Prellbock präsentiert auf einer gut besuchten Veranstaltung die Konsequenzen der Bahnhofsverlagerung für den Stadtteil Altona/Ottensen.

März 2018
Eisenbahnbundesamt schiebt Umweltverträglichkeitsprüfung nach, weil sie selber erkannt hatten, dass die Planfeststellungsunterlagen zu diesem Gebiet mehr als dürftig waren. 3. Gespräch mit der Bahn ist völlig unfruchtbar. Bahn mauert, weil wir klagen. Beginnende Rodungsarbeiten können gestoppt werden.

April 2018: Einreichung der Klagebegründung

Juni 2018: Stadt, DB AG und Procom wählt Architekten für die  2 Hochhäuser aus.

22.8.2018: Oberverwaltungsgericht Hamburg gibt Eilantrag von Prellbock und VCD statt und verkündet einen unbefristeten Baustopp, gegen den keine Revision eingelegt werden kann.
Begründung: nicht nur wegen der fehlenden Autoreisezugverladeanlage, sondern auch wegen unzureichender Planbegründung und Alternativenabwägung leide der Planfeststellungsbeschluss an einen „grundlegenden rechtlichen Mangel und sei daher voraussichtlich rechtswidrig“. Details sollen in einem Hauptsacheverfahren erörtert werden.

August bis heute: regelmäßige Aktionen am Bahnhof, erhöhte Presseaufmerksamkeit. Mehrere TV-Interviews.

Januar 2019: Die Bürgerinitiative Prellbock Altona wird Prellbock Altona e.V.

Februar 2019: Finanzsenator Dressel, der im Senat die Koordination für das Diebsteichprojekt übernommen hat, bittet VCD und die Bürgerinitiative um ein Gespräch, welches am 12.2.2019 stattfindet. Dort wird eine Fortsetzung der Gespräche unter Einbindung der anderen Behörden und der DB AG vereinbart. Als Voraussetzung für weitere Gespräche sollen Zahlen und Fakten erhoben werden, um die Altnativen: Modernisierung des Kopfbahnhofs  am gegenwärtigen Standort, nennen wir das Projekt Altona 2.0, und die Schließung und Verlagerung nach Diebsteich ergebnisoffen zu bewerten.

Wir sehen die plötzliche Dialogbereitschaft der Politik eindeutig als einen Erfolg unserer Arbeit und Ihres Protestes!

Februar 2019: Die Politik im Bezirk und Senat hat gemerkt, dass es ein weiter so nicht geben kann! Ein Ausreizen des Klageweges, was die DB AG gerne möchte, liegt nicht im Interesse Hamburgs und Altonas. Prellbock möchte auch eine möglichst rasche gerichtliche Klärung der strittigen Fragen. Die verzögert sich aber weiter, weil die DB – auch nach dreimaliger Mahnung durch das Gericht – noch immer nicht die angeforderten Unterlagen dem Gericht vorlegen konnte und erneut um Fristverlängerung gebeten hat. Prellbock vermutet es gibt diese Unterlagen überhaupt nicht!!!