Es wird immer doller: PLANER-ELDORADO Diebsteich

Rahmenplan Diebsteich


Diebsteich am 11.09.2020 ab 14 Uhr


Viele Senatoren und Staatsräte-Prominenz.
Frau Senatorin Dorothea Stapelfeld
Herr Senator Andreas Dressel
Bezirksamtsleiterin Frau Stefanie von Berg
Oberbau-Direktor Herr Franz-Josef Höing
Die Bezirksamtsleiterin Altona Frau Stefanie v.Berg

Fast unter sich oder für die Kameras und TV-Lampen
Die grüne Bezirksamtsleiterin beschmimpft wieder einmal ihre Bürger*nnen im NDR-Journal Hamburg .
siehe hier

Der sogenannte finale Diebsteich-Plan wird zum

„PLANER-ELDORADO Diebsteich“

Der finale Rahmenplan für die Bebauung am Diebsteich wurde vorgestellt.   (Statements auf www.hamburg .de)
Leider an einem Freitagnachmittag, viele Berufstätige waren schlichtweg verhindert. Wir hatten mehr als einmal den Eindruck, dass man unter sich bleiben wollte.
Die Festansprachen der Senator*innen Dr. Dressel und Dr. Stapelfeldt und die anschließende Nichtbesprechung (Diskussion genannt) mit Franz-Josef Höing, Oberbaudirektor, Dr. Stefanie von Berg, Bezirksamtsleiterin Altona fand vor Fernsehkameras, Behördenmitarbeiter*innen und allerlei lokaler Politprominenz statt.
Die Anwohner mussten „coronabedingt“ draußen bleiben und durften sich die Ansprachen auf Bildschirmen anschauen. So konnte man ungestört blumige Reden halten und sich poetisch ergießen über die „rauhe Schönheit des Viertels“ und die „vielen Möglichkeiten“. Frau von Berg wollte gar ein Schwert gegen die Gentrifizierung schwingen. Wieder einmal machte sie den Eindruck, als hätte sie vergessen, dass sie nicht einer unartigen Schulklasse ins Gewissen redete, sondern zu gebildeten und kritischen Erwachsenen sprach.

Die Anwohner und BI-Mitglieder von Kein Diebsteich23 und Prellbock-Altona diskutierten derweil mit überforderten Angestellten der Stadtentwicklungsbehörde. Neu für uns war Folgendes:

  1. Die geplante Mehrzweckmusikhalle wird nicht, wie ursprünglich vorgesehen, von einem Privatinvestor errichtet, sondern von der Stadt, d.h. von unseren (fehlenden) Steuergeldern. Der Investor ist abgesprungen, weil die Eventkultur am Boden liegt❗️
    Und Hamburg hat gerade auf dem Messe-Gelände genügen Platz. Schon gibt es die ersten Ideen: Messehallen abreißen und Wohnungen bauen.
  2. Um fehlende Investoren zu locken, soll auf dem Thyssen-Schulte-Krupp-Gelände das Baurecht für einen WEITEREN HOCHHAUSTURM geschaffen werden❗️
  3. Auch die Baumallee an der Waidmannstraße wird man nicht erhalten können, da diese als Hauptzufahrtsstraße für den großen Bahnhof, die Musikhalle und das Stadion schlichtweg zu eng ist❗️
  4. Räumliche Knappheit herrscht auch am Eingangsportal zum erdachten ( bahntechnisch zu kleinen )Bahnhof.
    Man möchte daher in der zum Bahnhof gehörenden Tiefgarage eine sogenannte „Kiss and Ride“Straße errichten, um mit dem Auto zum Bahnhof gebrachte Zugreisende schnell herauszulassen zu können.
    Die Kosten für den Bahnhof steigen ins Unermessliche ❗️
2018 in München

In dem NDR-Beitrag (Hamburg-Jurnal am 11.09.2020 um 19.30 Uhr) ist zu sehen, wie die Bezirksamtsleiterin von Berg die Kritiker beschimpft.
Doch diese kleine Ansprache ist eine Selbstenthüllung.
Sie zeigt auf, dass von Berg entweder mit den Plänen der Stadtentwicklungsbehörde nicht vertraut ist oder die Bedenken der Anwohner nicht ernst nimmt.
Die Stadt hat die Einwohner in vorbereitenden Untersuchungen für die städtebauliche Entwicklung am Diebsteich miteinbezogen
und
gleichzeitig das Kunststück fertiggebracht, nicht eine der Bürger- und Anwohnervorschläge in ihre Planung aufzunehmen.
Interessant ist dieses hier:
Die Macher der beiden Hochhaustürme  sowie der Bahnhofshalle die Investorenmacher Procom waren am Freitag nicht wirklich  zusehen oder wurden nicht in den Mittelpunkt gestellt.
Erinnern möchten wir wiederum, dass noch 2018 Senatoren und Imnvestoren zusammen für über 80.000€ Kosten in München auf einer Immobilienmesse die Highlights der Diebsteich-Zukunft angepriesen haben.

Langsam können Wetten entgegen genommen werden, daß Procom
und die Hamburger Sparkasse wohl kein Interesse mehr an den Diebsteich-Bauten haben.

Unsere aktuelle Pressemitteilung vom 13.09.2020 lesen sie hier

#stadtplanung, #investorenpoker, #mangelnderklimaschutz, #quartieramdiebsteich, #baumschutz

1 Kommentar

  1. Wenn es nicht so tragisch wäre, grenzt es an Realsatire, wie eine Grünen-Politikerin in Gestalt von Frau Stefanie von Berg (seit Ende 2019 Bezirksamtsleiterin in Altona) sich in einem NDR-Interview vom 11. 9. 2020 vehement hinter die Diebsteich-Planungen stellt und diese mit beschwörender Geste als kluge Veränderungen zu verkaufen sucht, ohne auch nur den geringsten Anschein zu
    erwecken, sich für die Belange der Altonaer Einwohner zu interessieren – wie sie seit Jahren in detaillierter Form mit sorgfältig recherchierten Daten und Argumenten von Prellbock Altona vorgebracht werden.
    Womit hat Altona so eine Bezirksamtsleiterin verdient, die durch ihre Äußerungen obendrein Verrat an grünen Idealen betreibt? Wenn sich Ignoranz und Machtlüsternheit zum neuen Markenzeichen der Grünen entwickeln sollte – dann Gute Nacht oder um Rita Süßmuth zu zitieren: Überlasst diese Welt nicht den Wahnsinnigen!

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